SV Durchhausen saniert Rasenplätze

Durchhausen, 12. Mai 2017

Die Sportvereinigung Durchhausen setzt in diesem Jahr rund 7500 Euro ein, um das Nebenspielfeld auf dem Sportgelände zu erneuern. 2018 folgt nach aktuellem Stand die Sanierung des Hauptspielfelds.
Der Rasen auf dem Nebenspielfeld des Sportgeländes Durchhausen hat jetzt noch genau sechs Wochen Zeit, um zu wachsen, dichter und kräftiger zu werden. Dann beginnt das diesjährige U17-Turnier mit Zeltlager. Laut Patrick Riede von der Firma Kutter in Memmingen, einem Spezialisten für Landschafts-, Sport- und Golfplatzbau, habe das Unternehmen am Dienstag und Mittwoch auf dem Platz gearbeitet.

Im schon bestehenden Rasen sei eine Regenerationsmischung nachgesät worden, so Riede. „Sie soll gewährleisten, dass der Rasen dichter wird.“ Die vielen kleinen Löcher, die im Boden zu erkennen sind, dienen der Belüftung. Nachdem die Löcher gestochen waren, wurde der Platz mit Sand überzogen. Um das Spielfeld ebener zu machen, zogen es die Sportplatz-Bauer mit einem Gemisch aus Oberboden und Sand ab. „Bei den braunen Flecken, die man auf dem Platz sieht, waren Vertiefungen, die jetzt aufgefüllt sind“, so Patrick Riede. In den kommenden drei bis vier Wochen solle der Rasen nun regelmäßig bewässert werden.

Einer Broschüre von Kutter zur Pflege von Naturrasen ist zu entnehmen, dass neuer Rasen in den ersten beiden Wochen vier Mal täglich bewässert werden sollte. „Bei Trockenheit während der Keimphase stirbt der Keimling ab!“, lautet eine Warnung. Ab der dritten Woche müsse der Platz noch zwei bis drei Mal pro Woche bewässert werden, wenn es nicht genügend natürlichen Niederschlag gibt.
Nachdem die Sportvereinigung Durchhausen den Bau des Kunstrasenplatzes in der jüngsten Hauptversammlung endgültig aufgegeben hat, nimmt sich der Verein der Sanierung der Rasenplätze an. Die Erneuerung des Nebenspielfelds hat sich der Verein für dieses Jahr vorgenommen. Das Hauptspielfeld kommt nach aktuellem Stand 2018 an die Reihe, erklärt Harald Bury, Vorsitzender der Sportvereinigung Durchhausen, im Gespräch mit der NECKAR-QUELLE. Nach der Saat des neuen Rasens sei der Platz für fünf bis sechs Wochen nicht bespielbar. Das erklärte Ziel ist es aber, dass das Nebenspielfeld bis zum B-Jugend-Zeltlager fertig ist. Nun hofft der Verein darauf, dass diese Wochen nicht zu trocken werden, weil sonst die Bewässerung sehr aufwendig wird. Für die Sanierung des Nebenspielfelds setzt der Verein laut Bury etwa 7500 Euro ein.

Über mehrere Jahre gab es bei der Sportvereinigung Durchhausen die Überlegung, einen Kunstrasenplatz bauen zu lassen. Nach ausführlichen Vorberatungen hatte die Gemeinde Durchhausen auf 2017 bereits einen Zuschuss in Höhe von 360 000 Euro zugesagt. Im Laufe der Projektentwicklung liefen dem Verein die voraussichtlichen Kosten davon. Schon bis zum vergangenen Herbst war der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Hauptspielfeld mit einer Summe von rund 550 000 Euro kalkuliert; finanzierbar mit Hilfe des Gemeinde-Zuschusses, einem finanziellen Eigenanteil in Höhe von 80 000 Euro, Arbeitsleistungen im Wert von weiteren 40 000 Euro und einem Zuschuss des Württembergischen Fußballverbands. Die Auflagen des Fußballverbands für den Zuschuss, die Ingenieursleistungen von weiteren 50 000 Euro nötig gemacht hätten, brachten das Projekt schließlich zu Fall. Darüber hinaus gab es auch vereinsintern kritische Stimmen zu den Kunstrasen-Plänen.

Als Alternative zum Bau des großen Kunstrasenplatzes wurde in der Klausurtagung der Sportvereinigung im vergangenen Februar die grundlegende Sanierung der beiden Rasenplätze angeschoben.

Erschienen in der SÜDWEST PRESSE/DIE NECKARQUELLE am 12.05.2017