Kutter kauft Kunstrasen-Firma

Memmingen, 20.10.2016

Der Memminger Landschafts- und Sportplatzbauer Kutter geht neue Wege, um einem weiteren Fachkräftemangel zu entgehen. In einem „Asset-Deal“ hat er das Anlagevermögen der Scos GmbH herausgelöst. Über die Höhe der Investition macht Kutter keine Angaben.

Der sächsische Kunstrasen- und Kunststoffbelag-Verleger Scos war im Frühjahr in finanzielle Schieflage geraten. Er hat Gläubigerschutz beantragt, um eine Sanierung einzuleiten. Überraschend hatte sein finnischer Hauptauftraggeber fusioniert und brauchte Dienstleistungen der Scos GmbH nicht mehr. Kernarbeitsländer des Kunstrasen-Verlegers waren Deutschland, Schweden und Norwegen.“

„Alle Rahmenbedingungen sprechen bei Scos für ein gesundes Unternehmen“, erklärt Dr. Markus Pfalzer, Hauptgeschäftsführer der Hermann Kutter GmbH & Co. KG. Er bezeichnet es als „Glücksfall“, dass Kutter durch den Asset-Deal in Kontakt mit einer fachlich erfahrenen Belegschaft kommt. Sämtliche Fachkräfte haben neue Arbeitsverträge bei Kutter erhalten.

Das Memminger Unternehmen führt die bisherige Scos GmbH seit gestern als nicht-selbständige Kutter-Niederlassung am bisherigen Standort in Lichtenau fort. Kutter konnte gut 20 bundesweite Pflegeaufträge übernehmen, die teilweise bis zum Jahr 2020 laufen.

Kutter zählt zu den führenden Unternehmen beim Bau von Sport- und Freizeitanlagen in Süddeutschland. Weitere Kernbereiche des Landschafts- und Sportplatzbauers sind Bau und Pflege kommunaler sowie gewerblicher Außenanlagen. Kutter stellt zudem elastische Kutter-Sportbeläge her. Derzeit beschäftigt Kutter in Memmingen rund 120 Mitarbeiter.

Umsatz von 5,8 Millionen Euro

Franz Lermer und Stefan Heller hatten den Kunstrasen-Verleger Scos im Jahr 2004 in Lichtenau bei Chemnitz gegründet. Bereits im ersten Jahr realisierten sie den Rasen im Stadion von Erzgebirge Aue und nehmen erste Aufträge in Skandinavien an. Von 9 Mitarbeitern wuchs das Unternehmen bis auf über 40 Mitarbeiter im Jahr 2009, mit einem Umsatz von 5,8 Millionen Euro.

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung